Mai ist Zöliakie-Aufklärungsmonat
Der Monat Mai ist der Monat der Zöliakieaufklärung, wobei der 16. Mai als Internationaler Tag der Zöliakieaufklärung gilt.
Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, die bei genetisch veranlagten Menschen auftritt und bei der die Aufnahme von Gluten zu Schäden im Dünndarm führt. Schätzungsweise 1 von 100 Menschen weltweit ist davon betroffen, aber nur etwa 30 % werden richtig diagnostiziert.
Wenn Menschen mit Zöliakie Gluten (ein Protein, das in Weizen, Roggen und Gerste vorkommt) essen, löst ihr Körper eine Immunreaktion aus, die den Dünndarm angreift. Diese Angriffe führen zu Schäden an den Zotten, kleinen fingerartigen Fortsätzen, die den Dünndarm auskleiden und die Nährstoffaufnahme fördern. Wenn die Zotten geschädigt werden, können die Nährstoffe nicht richtig vom Körper aufgenommen werden.
Zöliakie ist erblich, das heißt, sie tritt in der Familie auf. Das Risiko, an Zöliakie zu erkranken, liegt bei einem Verwandten ersten Grades (Elternteil, Kind, Geschwister) bei 1 zu 10.
Zöliakie kann sich in jedem Alter entwickeln, nachdem Menschen mit dem Verzehr von Gluten begonnen haben. Bleibt die Zöliakie unbehandelt, kann sie zu weiteren schweren Gesundheitsproblemen führen.
In den letzten Jahren hat es einige Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Glutensensitivität und Autismus gegeben. Eine Studie aus dem Jahr 2013 zeigt, dass Kinder mit Autismus mehr genetische Marker für Zöliakie aufwiesen als Kinder ohne Autismus.
Auch wenn diese Studie nicht beweist, dass Autismus und Zöliakie zusammenhängen, und die Theorie noch relativ neu ist, sollten Sie mit Ihrem Arzt über die möglichen Vorteile einer glutenfreien Ernährung für Menschen mit Autismus sprechen.
